Kindertagesstätte - Unsere Sichtweise zum Kind - Menschenbild

 

In unserer Arbeit sehen wir das Kind als eigenständige Persönlichkeit, das mit seinen individuellen Veranlagungen zu uns kommt. Der Ausgangspunkt ist, dass das Kind viele Anlagen in sich trägt und diese durch die eigene Entwicklung ausbilden will (z.B. das Baby lernt aus eigenem Antrieb krabbeln, laufen, stehen). Die Anlage zum Laufen ist vorhanden und das Kind entwickelt diese aus eigenem Antrieb weiter. Das Kind braucht aber von Außen einen Rahmen, um sich weiterentwickeln zu können. So braucht es Menschen, Raum, Material… die ihm Impulse geben und es zum Tun anregen. Diese Entwicklung braucht Zeit, sie ist prozessorientiert. Für das Kind ist der gesamte Weg des Prozesses wichtig, denn dabei lernt es.

Daraus ergibt sich für unsere Arbeit in der Kindertagesstätte, dass wir das Kind genau beobachten und fragen: Wer ist das Kind? Wie weit ist das Kind in seiner Entwicklung? Was benötigt es in dieser Entwicklungsphase? Welche Lebenskompetenzen /Lebensfertigkeiten braucht es in seinem Alltag? Aus diesem Grund muss die Erzieherin das Lebensumfeld des Kindes mit in ihre Überlegungen einbeziehen. Denn die Lebensrealität beeinflusst das Aufwachsen, sie ist sozusagen der Hintergrund zu dem, was das Kind braucht und welche Fähigkeiten es erlangt. In unserer Arbeit sprechen wir von der Alltagspädagogik, d. h. im natürlichen Lebensalltag entwickelt das Kind seine Fähigkeiten. Dies bedeutet auch, dass die gesamte Kindergartenzeit als Vorbereitung für die Schule und das Leben betrachtet wird und nicht nur einzelne Jahre dieser Zeit.